Bis Ende 2007 hatten
viele Banken den nahezu unantastbaren Ruf, in Sachen Finanzen
nicht in Frage zu stellende Experten zu
sein. Wenn jemand das Kontrahentenrisiko zu hinterfragen hatte, war es
stets die Bank, die Kredite aus Bonitätsgründen ablehnte. Doch
nun darf und soll der Kunde diese Position ebenfalls vertreten, es geht
mithin sogar um seine Existenz! Leichter gesagt, als getan - wie soll
man man (s)eine Bank bewerten?
Wer
Geld hat, hat recht. Diese brüske und provokante Aussage ist jedoch -
oder war zumindest bis vor kurzem - das gelebte Verständnis in den
meisten Köpfen von Individuen, die mit viel Geld in der Hand auftraten und es
zum grossen Teil immer noch tun, als wenn Sie die Welt regierten. Daher
wohl auch der Spruch Geld regiert die Welt. Sinnigerweise gehört(e)
dieses Geld jedoch gar nicht diesen Leuten, sondern sie verwalten es,
haben in Tat und Wahrheit nahezu den gleichen Betrag als Schulden und sind
am Ende lediglich etwas vorlauter, als diejenigen, die in Wirklichkeit
mehr Reinvermögen besitzen. Wenigstens, was die Relation betrifft.
Bewertung
der Bank
Bevor
Sie eine Bewertung vornehmen, ist es wichtig, einen Kunden-Lieferanten
Blick zu erhalten, der von Emotionen frei ist und zu jeder Zeit kritisch
hinterfragt, ob die gewonnen Kenntnisse auch stimmen resp. noch aktuell
sind. Darum die oben einführenden Worte, die Sie zugegeben mittels leichter Provokation von einfach-gläubigen Gedanken abbringen
sollen.
Beispiel:
Die
zu bewertende Bank hat bei den bekannten Ratingagenturen Standard &
Poors, Moody's und Fitch ein gutes bis sehr gutes Bonitätsrating.
-
Ist
das Rating für einen bestimmten Bond oder tatsächlich ein "Credit-Rating"?
-
Betrifft
dieses Rating die ganze Bankengruppe, oder nur einen bestimmten
Landesteil?
-
Wie
lange ist es her, dass das Rating erstellt wurde? Ist es älter als 1
Jahr, sollte besser darauf verzichtet werden.
-
Beim
Kauf von Bankprodukten, sind diese auch wirklich von Ihrer Bank und
nicht von einer anderen, viel schlechter bewerteten (vgl. Fall
Credit Suisse / Lehmann Brothers)?
D.h.,
trifft das Rating überhaupt auf Ihren Fall zu? Wenn Sie kein aktuelles
und vor allem passendes Rating finden können, aber sonst auch mit einem
Rating, können Sie folgender massen vorgehen, um Ihre Banken zu
bewerten.
Sie
sollten zu einem bestehenden Rating unbedingt Ihre eigene, für Sie
persönlich zugeschnittene Analyse machen. Wie Sie unten sehen werden,
kann ein allgemeines Rating niemals ein spezielles ersetzen.
Gruppierung
Das
Resultat sollte eine Kosten-Nutzen Analyse sein (also zwei Dimensionen), die
in sich aufgeteilt ist in generelle Kriterien, Risiko sowie Potential.
Idealerweise wurde vorgängig eine eindimensionale SWOT Analyse erstellt.
1)
Generelle Kriterien
Die
gewichteten Punkte werden jetzt den Gesamtkosten gegenüber gestellt und
damit entsteht eine aussagekräftige Grafik über das
Preis/Leistungsverhältnis der bestehenden oder zukünftigen Bankbeziehung.
Mit
dieser Auswertung können Sie nun die die Spreu vom Weizen trennen, wissen
schon sehr gut, woran sie sind und laden die 2- 3 besten Banken zu einem
Gespräch ein. Ihre Gesprächspartner werden Sie mit deutlich mehr Respekt
und Entgegenkommen behandeln, wenn Sie von Anfang an durch einen
professionellen Auswahlprozess zu verstehen gegeben haben, dass Ihnen an
nachhaltigem Kunden - Lieferantenverhältnis sehr viel liegt und damit
schaffen Sie auch etwas vom wichtigsten in einer Beziehung: VERTRAUEN.
Nehmen
Sie mit uns Kontakt auf, wir zeigen Ihnen gerne, was in Ihrem Unternehmen
möglich ist!